METLA Forststatistische Mitteilung
 

Forststatistische Mitteilung, 7.7.2006

Außenhandel der finnischen Forstindustrie im Jahr 2005 nach Ländern

Redaktion: Aarre Peltola

Das fünfte Rekordjahr des Holzimports in Folge – der Arbeitskampf der Papierindustrie führte zur Abnahme des Exports der Forstindustrieprodukte. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner, Anteil Großbritanniens ging zurück.

Holz

Das Jahr 2005 war bereits das fünfte Rekordjahr des Holzimports nach Finnland in Folge. Mit einer Zunahme von 23 Prozent vom Vorjahr erreichte der Import im Jahr 2005 21,5 Millionen Kubikmeter. Im selben Jahr wurde der finnische Holzmarkt mit 52,6 Kubikmetern Holz aus den heimischen Wäldern beliefert. Damit entsprach das Importholz ca. zwei Fünfteln des heimischen Einschlags.

79 Prozent des Importholzes kamen von Russland. Auch wenn die Menge des russischen Importholzes kontinuierlich gestiegen ist, ist sein Anteil an dem Gesamtimportholzes zurückgegangen. Lettland (Anteil 7 %) hat Estland (6 %) als Holzlieferant der finnischen Forstindustrie überholt. Der Anteil Schwedens - hauptsächlich als Lieferant des Fichtenfaserholzes - ist auf drei Prozent gestiegen. In Schweden wurde im Jahr 2005 sturmgeschädigtes Holz (Sturm Gudrun) aufgearbeitet.

Etwa 70 Prozent des Importholzes waren Faserholz oder Hackschnitzel. Stammholz wurde nur von Russland und in geringen Mengen von Schweden importiert. Das von den Baltischen Ländern geliefertes Holz war fast ausschließlich Faserholz und Hackschnitzel. Von allen Holzarten wurde am meisten Birkenholz mit insgesamt 7,8 Millionen Kubikmetern importiert. Am meisten stieg jedoch der Import von Fichtenholz (6,0 Mio m 3) an: um 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Import von Kiefernholz (3,5 Mio m 3) nahm um 21 Prozent zu.

Der finnische Holzexport betrug 1,5 Millionen Kubikmeter und nahm damit um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Die Hälfte des Exportholzes bestand aus Kiefer. Zwei Drittel des Gesamtexportes gingen nach Schweden.

Produkte der Forstindustrie

Der Exportwert der forstindustriellen Produkte Finnlands betrug im Jahr 2005 10,7 Milliarden Euro. Die Exportmengen verringerten sich in allen Produktsparten bedingt durch den Arbeitskampf in der Papierindustrie. Als Folge ging auch der Exportwert der forstindustriellen Produkte um 10 Prozent vom Vorjahr zurück. In derselben Zeit stieg der gesamte Warenexport um sieben Prozent an. Die Hälfte der Exporteinkünfte der finnischen forstindustriellen Produkte erbrachte das Papier. Der mehrere Jahre angehaltene Preisabfall des Papiers wurde im Jahr 2005 gestoppt.

Wie in den vorangegangenen Jahren war Deutschland auch im Jahr 2005 mit einem Anteil von 17 Prozent der wichtigste Käufer finnischer Forstindustrieprodukte. Seit zehn Jahren bewegt sich der Anteil Deutschlands zwischen 17 und 19 Prozent; so lange ist es auch der größte Käufer von Produkten der finnischen Holz- und Papierindustrie. Der zweitwichtigste Handelspartner der finnischen Forstindustrie und der größte Käufer finnischer holzindustrieller Produkte war Großbritannien. Sein Anteil am Export finnischer Forstindustrieprodukte ist in den letzten zehn Jahren jedoch allmählich von 17 Prozent auf heute 12 Prozent gesunken. Die nächst wichtigen Importländer finnischer Forstindustrieprodukte waren die Vereinigten Staaten von Amerika (7 %), Frankreich (6 %) und Spanien (5 %).

Der Gesamtwert der nach Finnland importierten Forstindustrieprodukte betrug 1,3 Milliarden Euro. Der Import nahm um 13 Prozent vom Vorjahr zu. 30 Prozent des Imports kamen von Schweden und 12 Prozent von Deutschland.


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