Finnish Forest Research Institute  Metla

Mitteilung 14.06.2006

Nachhaltige Einschlagsmöglichkeiten von Wäldern geringer als ihr Zuwachs

Der geschätzte nachhaltig mögliche jährliche Nutzholzeinschlag in den finnischen Wäldern soll in den Jahren 2005 bis 2014 gut 66 Millionen Kubikmeter betragen. Die Einschlagsmöglichkeiten der finnischen Wälder sind damit deutlich geringer als ihr gegenwärtiger Zuwachs, wie aus einer Untersuchung des Metla hervorgeht. Dabei wurden die Nutzungsmöglichkeiten von Wäldern getrennt für Süd- und Nordfinnland ermittelt.

Der höchste nachhaltige Nutzholzeinschlag für Südfinnland wurde auf 53 Millionen Kubikmeter und für Nordfinnland auf 13 Millionen Kubikmeter im Jahr geschätzt. In den Jahren 2015-2034 soll der jährliche Holzeinschlag auf das Niveau von insgesamt 70 Millionen Kubikmeter ansteigen. In dem Bezugszeitraum von 30 Jahren wird der Anteil der Kiefer mit 46 Prozent, der Fichte mit 37 und der Laubbäume mit 17 Prozent dieses Einschlagvolumens veranschlagt. Entsprechend wird der Anteil der Durchforstungen mit durchschnittlich 38 Prozent und der Nutzungen auf Torfböden mit 19 Prozent der Gesamteinschläge geschätzt. Der Stammholzeinschlag soll sich auf dem Niveau von 31 Millionen Kubikmeter bewegen. Werden die maximalen nachhaltigen Nutzungsmöglichkeiten unterstellt, wird das Bestandesvolumen in den nächsten 30 Jahren um sechs Millionen Kubikmeter jährlich zunehmen.

In den letzten Jahren betrugen die tatsächlichen Holzeinschläge etwa 85 Prozent des als maximal geschätzten nachhaltigen Einschlags. Es wurde mehr Fichte eingeschlagen, als für den größtmöglichen nachhaltigen Einschlag veranschlagt worden war.

Diese Schätzungen wurden mit Hilfe der von Metla entwickelten MELA-Programme zusammengestellt. Als Material dienten Daten, die in den Jahren 2004-2005 im Rahmen der 10. finnischen Waldinventur (VMI10) erhoben worden waren. In den Schätzungen wurden Einschlagsmöglichkeiten mindernde Auswirkungen des Naturschutzes und der Nutzungsbeschränkungen berücksichtigt. Die Geländearbeiten der VMI10 werden 2008 abgeschlossen, sodass die bisherigen Schätzungen über die Einschlagsmöglichkeiten in den nächsten Jahren den Messergebnissen entsprechend korrigiert werden können.

Die vorgelegten Schätzungen stellen keine Vorhersagen des Holzangebots oder der wahrscheinlichen Zukunftssituation dar. In der Praxis entscheiden die Holzkäufer und die Waldbesitzer darüber, wie viel Holz eingeschlagen wird und wie Wälder bewirtschaftet werden.

Publikation: Nuutinen T. & Hirvelä, H. 2006. Hakkuumahdollisuudet Suomessa valtakunnan metsien 10. inventoinnin perusteella. (Holzeinschlagsmöglichkeiten in Finnland nach den Ergebnissen der 10. Waldinventur). Metsätieteen aikakauskirja 1B/2006: 223-237.

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